Wie funktioniert eine Automatikuhr?
Ratgeber

Wie funktioniert eine Automatikuhr?

Wie funktioniert eine Automatikuhr?
Wie funktioniert eine Automatikuhr?

Eine Automatikuhr ist ein Wunderwerk der Mechanik. Moderne Automatikuhren sind Weiterentwicklungen von Uhren mit klassischem Handaufzug. Das Aufziehen der Feder erfolgt dabei nicht mehr durch das Drehen der Krone, sondern durch das Tragen der Uhr im Alltag.

Aber wie funktioniert eine Automatikuhr überhaupt? Von einer günstigen Seiko 5 Sports bis hin zum Schweizer Luxuszeitmesser – die Funktionsweise von Armbanduhren mit automatischem Aufzug ist immer das gleiche Konzept.

Der Rotor liefert die Energie

Der Rotor ist bei einem automatischem Uhrwerk der Ersatz für das Aufziehen der Uhr per Hand. Das Tragen der Uhr lässt die Schwungmasse des Rotors drehen. Mit jeder Drehung wird über kleine Zahnräder dann die Feder im Inneren des Federhauses gespannt.

Die Feder stellt den Energiespeicher in einem mechanischen Uhrwerk dar. Automatikuhren haben nicht nur die Möglichkeit, die Feder über den Rotor aufzuziehen – oftmals verfügen Automatikwerke auch über die Funktion des Handaufzugs.

Das Rotor liegt in der Regel auf der Unterseite des Uhrwerks und umspannt das gesamte Uhrwerk. Qualitativ hochwertige Armbanduhren, etwa von Patek Philippe, verfügen oftmals über einen sogenannten Mikrorotor. Das ist ein flacher und kleiner Rotor, der in das Uhrwerk eingebettet ist.

Das Räderwerk und die Zeiger

Die Feder entspannt sich kontinuierlich und gibt die darin gespeicherte Energie über das Räderwerk an das Zeigerwerk ab. Der in der Mitte des Zifferblatt befindliche Zeigerturm, auf dem alle Zentralzeiger angebracht sind, verfügt über mehrere Stufen, die sich unterschiedlich schnell drehen. Entsprechend drehen sich Sekunden-, Minuten- und Stundenzeiger unterschiedlich schnell.

Das Problem an der Aufzugsfeder ist, dass diese sich nach dem Aufziehen sofort sprunghaft entladen würde, wenn die Energieabgabe (also das Entspannen der Feder) nicht rationiert wird. Genau hier kommt das eigentliche Herz des Automatikwerks zum Einsatz: die Unruh!

Die Unruh: Das Herz des Uhrwerks

Um die Energieabgabe der Aufzugsfeder an die tatsächliche Zeit anzupassen, gibt es in jedem Uhrwerk die sogenannte Unruh. Die Unruh ist eine Spiralfeder, die in einem Metallring eingefasst ist. Das Schwingen der Unruh erlaubt der Hemmung zu jeder vollen Halbschwingung, dass das Räderwerk seinen Weg ein kleines Bisschen fortsetzt.

Entscheidend hierfür ist der sogenannte Anker am unteren Ende der Unruh und das darin eingreifende Ankerrad. Jedes mal, wenn eine Halbschwingung der Unruh durchgeführt wurde, wird das Ankerrad um einen Zahn weitergesetzt und die Feder kann Energie an das Räderwerk abgeben.

Die Unruh wird mit einer bestimmten Taktung versehen (meist 4 Hz, also 28.800 Halbschwingungen / Stunde oder 3 Hz, bzw. 21.600 Halbschwingungen / Stunde). Diese Taktung reguliert die Energieabgabe der Feder und sorgt dafür, dass die Zeiger der Automatikuhr sich entsprechend der realen Zeit drehen.

Komplikationen in einem mechanischen Werk

Bei einer Komplikation wird einem mechanischen Uhrwerk eine weitere Funktion hinzugefügt. Dies geschieht über neue Zahnräder und / oder Zeiger, weshalb eine Komplikation das Werk „komplizierter“ macht.

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